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Zu Besuch in der Essener Münsterkirche und der Domschatzkammer

Im Religionsunterricht befassten wir Kinder der Klasse 4a uns mit Menschen, die vor langer Zeit lebten und die durch ihre Lebensweise Spuren hinterlassen haben, die wir noch heute sehen können. Wir erfuhren, dass wir es Bischof Altfrid von Hildesheim zu verdanken haben, dass es die Stadt Essen gibt. Er lebte vor über 1000 Jahren und viele Schätze aus dieser Zeit können wir noch heute im Essener Dom und in der Domschatzkammer besichtigen.
So machten wir kürzlich einen Ausflug zur Münsterkirche, dem Dom von Essen und zur Domschatzkammer. Im Atrium trafen wir uns mit einer Führerin. Sie zeigte uns viele Schätze und erklärte uns alles.

Bischof Altfrid von Hildesheim (geboren um 800, gestorben 874) war wahrscheinlich aus vornehmer Abstammung. Seine Familie besaß mehrere Güter, darunter auch den Grundbesitz ASNITHI (Essen).
Bischof Altfrid gründete 852 auf dem Besitz ein Stift für adelige Töchter. Seine Schwester Gerswinde wurde die erste Äbtissin (Leiterin) des Stiftes. Die endgültige Auflösung des Stiftes war am 18. April 1803.
Bischof Altfrid gilt als Gründer der Stadt Essen. Sein Grab befindet sich in der Münsterkirche.
Das ist der Dom von Essen.
(Lucas Cornelißen, Hendrik Dembski)

In der Münsterkirche sahen wir uns zunächst den Siebenarmigen Leuchter an. Er steht im Erdgeschoss
des Westwerks des Essener Domes. Der um das Jahr 1000 datierte Leuchter ist ein Bronzekunstwerk des
frühen Mittelalters und stammt aus der Zeit der Äbtissin Mathilde. Er ist 2,26 m hoch und 1,88 m breit.
Er ist mit Halbedelsteinen geschmückt.
(Lucas Cornelißen)
Die Goldene Madonna ist bereits 1000 Jahre alt und aus Lindenholz. Sie ist die älteste vollplastische
Marienfigur. Maria ist mit dem Jesuskind auf dem Schoß dargestellt. Als die Äbtissin Mathilde einmal
schwer krank war, wollten ein Baumeister und ein Goldschmied ihr eine Freude machen, überzogen sie
mit Goldblech und schenkten sie ihr. Seit 1959 ist Maria die Patronin des Bistums Essen.
(Marie Schmidt)

In der Domschatzkammer findet man Schätze, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Manche Schätze stammen aus der Zeit der ersten Äbtissinnen des Damenstiftes. Das Damenstift wurde von Bischof Altfrid von Hildesheim gegründet.
In der Domschatzkammer sahen wir einige Schätze, die aus der Zeit der Äbtissin Theophanu stammen, wie zum
Beispiel das Evangeliar oder das Vortragekreuz. Auch die Kinderkrone von Kaiser Otto III. gibt es in der
Schatzkammer zu bewundern. In Kürze wird die Domschatzkammer renoviert und geschlossen.
(Hendrik Dembski)
Das Evangeliar ist ein Buch, in dem die Schrift Gottes aufbewahrt wird. Alles ist in einer Schmuckschrift
geschrieben, das bedeutet, die Buchstaben sind besonders verziert. Die Äbtissin Theophanu hatte das Buch
in Auftrag gegeben, deshalb heißt das Buch auch Theophanu-Evangeliar.
Der Buchdeckel besteht aus Gold und ist mit Edelsteinen verziert. Man sieht darauf zwei Engel und Lukas,
Johannes, Matthäus und Markus, die vier Evangelisten. Maria ist mit Jesus auch noch darauf. In der Mitte
des Buchdeckels ist eine Elfenbeinplatte, auf der man die Geburt, den Tod und die Himmelfahrt von Jesus
sehen kann. Das Buch ist fast 1000 Jahre alt.
(Sophia Mehrwald, Marie Schmidt)
Die kleine Lilienkrone, weithin bekannt als Kinderkrone Ottos III., ist die älteste erhaltene Lilienkrone.
Im Jahre 983 wurde der kleine Junge in Aachen zum König gekrönt. Sie gelangte bald als Geschenk an das
Damenstift in Essen. Die Krone wurde seit dem Mittelalter auch für Krönungen der Goldenen Madonna am Feste
Maria Lichtmess (2. Februar) eingesetzt.
(Nick Uszkoreit)